Architekten + Energieberater
Projekte

Ansicht Bürogebäude
Energiekonzept zur Verbesserung des sommerlichen Wärmeschutzes
Bürogebäude/Altbau
Fa. L.O.T.-Oriel GmbH Darmstadt
Bei dem zu behandelnden Gebäude handelt es sich um ein in Massivbauweise errichtetes Bürogebäude der Firma L.O.T.-Oriel GmbH in Darmstadt. Das Erdgeschoss des Altbaus wurde ca. 1970 errichtet und ca. 1987 um ein Geschoss erweitert. Im Obergeschoss wird das Gebäude über einen zentralen Lichthof belichtet. Die Erschließung des Obergeschosses erfolgt über ein zentrales, wie auch zwei nord- und südorientierte außenliegende Treppenhäuser. Ostorientiert ist eine temporär beheizte Lagerhalle angebaut.

Lichthofkonstr. (GFUP-Platten mit Sonnenschutz)

Dach mit Lichthofkonstuktion
Das Dach (Holzkonstruktion) ist mit einer Deckung aus Faserzement- Wellplatten konstruiert und auf der horizontalen obersten Geschossdecke/Betondecke aufgelagert. Das Gebäude besteht in den Bauteilen der Gebäudehüllfläche noch den wärmetechnischen Standards der achtziger Jahre.
Die Aufheizung des Obergeschosses in den Sommermonaten, sowie die unregelmäßige Beheizung in der Heizperiode, wird vom Nutzer als Belastung empfunden.
Das Ziel der Beratung ist es primär passive Maßnahmen zur Erreichung eines gleichmäßigen Raumklimas vorzuschlagen.
Erhöhung der Speichermassen im Gebäude
Einbau von Latentspeichermaterialien (PCM) im Bereich der abgehängten Decken und Akustikplatten Lichthof (Kühlleistung ca. 30 W/m²) mit kombinierter Nachtlüftung.
Nachtlüftung des Gebäudes zwischen 3:00 u. 6:00 Uhr, Einbau von Zuluftventilen (ADL) im Bereich der Fenster od. Außenwand, Einbau von Abluftventilen im Bereich Lichthof (ca. 4-6 Stck.)
Beseitigung Innendämmung Lichthof u. dadurch Erhöhung d. Speichermassen
Dämmung Dachfläche (Schüttung, Zellulose, WLG 040) u. Lichthofwand/Dachbereich v. außen mit Polystyrol, d= 140-160mm, WLG 035
Aktive Fußbodenkühlung mit Fußbodenheizung durch Einbau einer reversiblen Luft-Wärmepumpe. (Kühlleistung ca. 15-20 W/m²). Unterstützung der Beheizung des Gebäudes durch die Wärmepumpe in der Übergangszeit.
Maschinenwärme: Konzentrierung von Bürogeräten mit hoher Wärmeabgabe(z.B. Kopierer) in speziellen Räumen. Abführung der Maschinenwärme durch Lüftungssystem od. separate Kleinlüfter.
Nur eine umfangreiche Gebäudesimulation (Kühllastberechnung) der vorhandenen Kühllasten kann die Effektivität der beschriebenen Maßnahmen absichern.